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01.08.2015 - von Janis Prinz

Freundschaftsturnier in Hannover

von Oliver Schönian

 

Am 01.08.15 veranstaltete der Debattierclub Hannover das erste Freundschaftsturnier und natürlich war auch der DCMD vertreten. Insgesamt argumentierten zwei unserer Teams um einen Wanderpokal und Philipp und meine Wenigkeit (Oliver), als Juroren, für Ruhm und Ehre.

Freundschaftsturnier Hannover 2015_2

Um rechtzeitig bei den Hannoveranern einzutreffen, war es notwendig, einen sehr frühen Zug (05:45 Uhr) zu nehmen. Wohl wissend dieser Tatsache sah ich es als meine persönlich Pflicht, die anderen durch mein schillerndes Auftreten sowie mein sonniges Gemüt zu motivieren und auf die kommenden Debatten vorzubereiten. Mit mir bestritten die Fahrt Janis, Ferdi und Bjarne als das Team „WeltfreMD“, sowie Caro, Christoph und Johanna als „Magdeburg Sunshine State“. Die zweieinhalb Stunden vergingen wie im Flug, und so kamen wir fix am Hauptbahnhof Hannover an. Eine kurze Tramfahrt und wir auch schon an der Uni angekommen. Begrüßt wurden wir von Jan, der einer der Veranstalter des Turniers war. Während noch fleißig organisiert wurde, entspannten wir bei einem gemütlichen Kartenspiel. Nach und nach trafen die anderen Clubs ein, sowie die Chefjuroren Leonardo und Nicolas. Damit konnte das Turnier beginnen.

 

In der ersten Vorrunde jurierte ich das Thema „Sollten wir die europäische Austeritätspolitik abschaffen?“. Nach einer hitzigen Debatte darüber ob es besser wäre, Ländern wie Griechenland durch sparen oder durch Hilfspakete zu retten, kamen wir zum Ergebnis, dass die Regierung den Sieg der erste Runde erringt. Nach einem etwas längerem Feedback gab es auch schon Mittagessen in der Mensa. Das frühe Aufstehen und der Schlafmangel machte sich aber bemerkbar und da nun auch die Redbull-Downphase eintrat, fiel es wirklich schwer, konzentriert zu bleiben.

 

Mit starkem Willen und gefülltem Magen konnte die zweite Vorrunde starten. Dieses Mal jurierte ich zusammen mit dem Chefjuror Nicolas eine Debatte zum Thema Netzanonymität. Wir hatten zwar immer ähnliche Bewertungen, doch mir fiel auf, wie professionell und auf welch hohem Niveau er die Debatte bewerten konnte. Wir sahen beide die Opposition als Gewinner.

Die dritte und letzte Vorrunde war geschlossen, das heißt, es wurde kein Feedback und kein Gewinner verkündet. In dieser Runde wurde ich sogar als Hauptjuror gesetzt. Durch den Jurorenmangel bekam ich aber auch ein Magdeburger Team zugeteilt, aber glücklicherweise war ich ja nicht allein. Zusammen mit meinem Chair Jan jurierte ich das Thema „Braucht Deutschland eine Leitkultur?“. In dieser letzten Runde fiel es beiden Teams schwer, präzise Punkte zu präsentieren, dennoch war ich froh, als Hauptjuror zu arbeiten und meine Sichtweise zu vergleichen.

 

Freundschaftsturnier Hannover 2015_1

Es gelang mir auch, ein paar Juriertipps von Barbara Schunicht aufzuschnappen, welche schon einige Debattierturniere sowohl Chef-juriert als auch gewonnen hat. Als die Chefjury die Ergebnisse der Vorrunden ausgewertet hatten, wurden die Finalteams verkündet. Janis wäre auf Platz 5 im Redner*innen-Tab beinahe auch als freier Redner gebreakt, jedoch war der Zufall beim Münzwurf gegen ihn. Was wir allerdings als Erfolg verbuchen können, ist, dass Philipp und ich als Juroren gebreakt sind! Aber auch im Team-Tab waren unsere zwei Teams erfreulicherweise auf Platz 5 und 8.

 

Im Finale war ich sehr aufgeregt, da dies mein erstes war, welches ich jurieren durfte. Aber neben den anderen fühlte ich mich sehr sicher. Debattiert wurde das Thema: „Es ist 1945, du bist der US-amerikanische Präsident Harry Truman: Soll die Atombome auf Hiroshima abgeworfen werden?“. Es war ein spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen, viele gute Argumente wurden genannt und noch mehr rhetorische Feuerwerke dargeboten (sogar eine Rede ganz auf englisch). In unserer Jurierung kamen wir aber dennoch auf einen Sieger. Mit 3,5 Punkten Vorsprung gewann die Regierung aus Hamburg das Finale des Freundschaftsturniers und bekam den begehrten Pokal verliehen. Es wurde gefeiert, gegessen, getrunken und beim berühmten Maschsee-Fest weitergemacht.

 

Der nächste Morgen kam, und mit ihm die lieben Hannoveraner, die mit uns gemeinsam brunchen gingen.

Zu guter Letzt bleibt mir nichts anders mehr zu sagen, als Glückwunsch an das Gewinnerteam aus Hamburg und ein riesigen Dank an das Turnier-Orga-Team aus Hannover!

Es war super!

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